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Das Lebenshilfewerk auf dem Hessentag

Datum/Zeit: 30.06.2010
Ort:  
zuständig: Lebenshilfewerk
Wolfgang Zöller und Roland Wagner (Vorstände LHW) im Gespräch mit Thorsten Schäfer-Gümbel

Traditionell wird beim Hessentag im Zelt der Landesregierung dem örtlichen Werkstattträger ein kostenfreier Stand zur Verfügung gestellt. Der Stand wird über die Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen vermittelt. Da der 50. Hessentag in der heimischen Region Marburg Biedenkopf stattfand, durften wir als Lebenshilfewerk (LHW) diesen Stand organisieren. Das LHW nutzte die Gelegenheit, vom 28.05. bis 06.06.2010 nicht nur den Werkstättenbereich zu präsentieren, sondern die ganze Palette ihrer Angebote als verlässlicher Ansprechpartner für Menschen mit Behinderung in der Region. So waren auch die Bereiche Wohnen, sowie Familie-Pflege- Freizeit vertreten. Ein Projektteam plante die Aktionen und bereitete die Aktivitäten vor. Dabei wurde der integrationspolitische Schwerpunkt des Jubiläums-Hessentag besonders berücksichtigt. Vor diesem Hintergrund traf unser LHW Motto „Innovative Dienstleistungen und soziale Integration – Kein Widerspruch für uns“ genau ins Schwarze. Jeder Ausstellungstag wurde einem bestimmten Thema mit passenden Aktionen gewidmet. Am ersten Tag standen Aktivitäten des Berufsbildungsbereiches der Lahnwerkstätten Marburg auf dem Programm. Am zweiten Tag präsentierten sich die Reha-Werkstätten in der Halle der Landesregierung. Das besondere Highlight war der Laser, der an diesem Tag extra nach Stadtallendorf geschafft wurde. Viele Standbesucher ließen sich eine Widmung oder den Namen auf einen Kugelschreiber gravieren . Die Nachfrage war kaum zu bewältigen. So wurde auf bereichsübergreifende Hilfe zurück gegriffen. Anette Reinhardt aus dem Bereich Wohnen wurde in die Gravurtechnik eingewiesen und stand den Kollegen aus den Reha Werkstätten als wertvolle Hilfe bei. Am Sonntag waren dann die Wohnstätten mit dem Heimbeirat auf dem Stand verantwortlich. Das Team stand den interessierten Besuchern für Fragen und Interviews zur Verfügung. Am darauf folgenden Tag präsentierten die Hinterländer Werkstätten ein Fotoprojekt aus dem Tagesförderstättenbereich. Das Angebot wurde noch mit einem Sinnesparcours abgerundet. Am Dienstag drehte sich dann alles um das Thema Ausbildung. Mit einer Werkbank waren die Auszubildenden zum Holzbearbeiter angerückt und demonstrierten einige praktische Übungen am Stand. Die angehenden Helferinnen zur Hauswirtschaft verwöhnten die Besucher mit so mancher Leckerei. Sportlich ging es dann am Mittwoch weiter. Mit Sport- und Bewegungsangeboten waren die Sportfachkräfte, sowie der Bereich Freizeit vertreten und sorgten für die notwendige Aufmerksamkeit. Der Kreativ- und Kunstbereich der Reha-Werkstätten animierte dann am Donnerstag zahlreiche Kinder, sich als Künstler erproben. Das Lebenshilfewerk als großer Arbeitgeber in der Region war am Freitag dominierendes Thema und wurde am Samstag von dem Motto „Selbstbestimmung / Mitbestimmung“ abgelöst. Die Heim- und Werkstattbeiräte hatten unter anderem ein Quiz zu dem Thema für die Besucher vorbereitet. Mit allgemeinen Informationen für das interessierte Publikum fand dann am Sonntag der Hessentag für das LHW ein erfolgreiches Ende. Die Staatskanzlei zog ein positives Fazit des Hessentages. Insgesamt 1,08 Millionen Besucher wurden gemeldet, davon 460.000 im Zelt der Landesregierung, wo sich auch der Stand des LHW befand. Wir schließen uns aufgrund dieser positiven Zahlen der Gesamtbewertung der Staatskanzlei an. Die bereichübergreifenden Aktionen an unserem Stand und die Einbindung der Menschen mit Behinderung sind uns mehr als gelungen. Mit der gesamten Aktion konnte das positive Image unseres Lebenshilfewerkes weiter gestärkt werden. Auch die politische Prominenz überzeugte sich von unserer Arbeit.
Wir nutzten die Gelegenheit, unsere Bedenken zu politischen Entwicklungen im Bereich der Sozialen Arbeit und zur ausufernden Bürokratie mitzuteilen. Es gab Gespräche mit dem Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch, dem Minister für Bundesangelegenheiten Michael Boddenberg, dem Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit Jürgen Banzer, dem Vorsitzenden der SPD Landtagsfraktion Thorsten Schäfer-Gümbel, mit dem sozialpolitischen Sprecher der SPD Dr. Thomas Spies, sowie mit weiteren Mitgliedern der Landtagsfraktion und dem Bürgermeister von Stadtallendorf Manfred Vollmer. Im Rahmen des Hessentages konnten die Besucher an einem Gewinnspiel teilnehmen. Es galt, die genaue Anzahl von „ Rohrhaltern“ in einer Säule zu schätzen. Über 600 Teilnahmekarten wurden ausgefüllt. Auf den Gewinner wartet nun der begehrte Preis – eine Gartenbank Borkum. Dies alles war nur möglich durch das große Engagement unserer Bediensteten und den Menschen mit Behinderung in den Einrichtungen. Ihnen allen gilt unser Dank für eine rundum gelungene Sache.

Roland Wagner

Hier finden Sie weitere Bilder zum Hessentag

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